Diese Website verwendet Cookies und ähnliche Technologien. Dabei handelt es sich um kleine Textdateien, die auf eurem Computer gespeichert und ausgelesen werden. Indem ihr auf "Alles akzeptieren" klickt, stimmt ihr der Verarbeitung von Daten, der Erstellung und Verarbeitung von individuellen Nutzungsprofilen über Websites und über Partner und Geräte hinweg sowie der Übermittlung eurer Daten an Drittanbieter zu, die eure Daten teilweise in Ländern außerhalb der Europäischen Union verarbeiten (GDPR Art. 49). Einzelheiten hierzu findet ihr in den Datenschutzhinweisen. Die Daten werden für Analysen und für eigene Zwecke Dritter verwendet. Weitere Informationen, auch über die Datenverarbeitung durch Drittanbieter und die Möglichkeit des Widerrufs, findet ihr in den Einstellungen und in unseren Datenschutzhinweisen. Hier könnt ihr mit den notwendigen Tools fortfahren.
- Verlag: Klinkhardt & Biermann
- Autor: Diethard Leopold
- Artikel-Nr.: KNV55423931
- ISBN: 9783943616323
Die Kunstakademie verkannte sein Talent, den zeitgenössischen Wiener Kunstbetrieb lehnte er ab, und sein visionäres Werk fand zu Lebzeiten kaum Beachtung: Der Maler Richard Gerstl (1883-1908), dem nur vier intensive Schaffensjahre blieben, gehört heute mit seinen Porträt- und Landschaftsbildern zu den wichtigsten Vertretern des österreichischen Expressionismus.
Mit seinen frühen Bildern Selbstbildnis vor blauem Hintergrund und Die Schwestern Karoline und Pauline Frey begann Richard Gerstl ein Werk zu schaffen, das seiner Zeit weit voraus war und ihn zu einem Vorreiter des Abstrakten Expressionismus machte.
1906 lernt Gerstl den Musiker Arnold Schönberg kennen. Er beginnt eine Affäre mit dessen Frau Mathilde, die für kurze Zeit ihren Mann verlässt, jedoch 1908 zu ihm zurückkehrt. Damit verliert Gerstl nicht nur seine Geliebte, sondern ist auch gesellschaftlich isoliert, noch im gleichen Jahr nimmt er sich das Leben. Sein Werk gerät in Vergessenheit, erst 20 Jahre später wird es durch den Wiener Kunsthändler Otto Kallir-Nirenstein der Öffentlichkeit vorgestellt - zum ersten Mal, denn Gerstl hatte zu Lebzeiten nie ausgestellt. Heute befindet sich die umfangreichste Sammlung Richard Gerstls Werke im Leopold Museum, Wien.