Diese Website verwendet Cookies und ähnliche Technologien. Dabei handelt es sich um kleine Textdateien, die auf eurem Computer gespeichert und ausgelesen werden. Indem ihr auf "Alles akzeptieren" klickt, stimmt ihr der Verarbeitung von Daten, der Erstellung und Verarbeitung von individuellen Nutzungsprofilen über Websites und über Partner und Geräte hinweg sowie der Übermittlung eurer Daten an Drittanbieter zu, die eure Daten teilweise in Ländern außerhalb der Europäischen Union verarbeiten (GDPR Art. 49). Einzelheiten hierzu findet ihr in den Datenschutzhinweisen. Die Daten werden für Analysen und für eigene Zwecke Dritter verwendet. Weitere Informationen, auch über die Datenverarbeitung durch Drittanbieter und die Möglichkeit des Widerrufs, findet ihr in den Einstellungen und in unseren Datenschutzhinweisen. Hier könnt ihr mit den notwendigen Tools fortfahren.
- Verlag: Niemeyer, Tübingen
- Autor: Eckehard Simon
- Artikel-Nr.: KNV14879470
- ISBN: 9783484891241
Die Untersuchung rekonstruiert die Geschichte des spätmittelalterlichen weltlichen Schauspiels aus den hier herausgegebenen Aufführungsbelegen sowie mit Hilfe von Spieltexten und ihren Handschriften, die über die Anfänge des fastnächtlichen Theaters informieren. Die textorientierte Forschung zum Fastnachtspiel (Nürnberg) hat die hier zumeist erstmals veröffentlichten Spielzeugnisse (521 Belege aus 59 Städten) nur randläufig verwertet.
Die primär als Aufführungsskripte verfaßten Spieltexte sind nur erhalten, wenn sie den Weg in Lesehandschriften fanden. Angesichts der großen Textverluste ist eine Geschichte des vorreformatorischen Spiels nur aufgrund der Lokaldokumentation zu schreiben. Die nach Regionen und Städten geordneten Einzeluntersuchungen (Niederrhein, Schweiz, Tirol, Eger, Lübeck, Nürnberg) analysieren die Belege aus sozial- und theatergeschichtlicher Sicht: Spielort und Bühnenform, Verfasser, Spielleiter und Darsteller, Zuschauer, Spielstoffe.
Die Ergebnisse problematisieren die in der Forschung geltenden Gattungsbegriffe Jahreszeiten-, Neidhart- und Fastnachtspiele. Gattungsbestimmend ist, wie ein Spiel aufzuführen war. Das bedingte prinzipiell, wie komplex und umfangreich der Spieltext zu sein hatte und welche gesellschaftliche Funktion (privat, öffentlich, repräsentativ) der Aufführung zukam. Die Studie unterscheidet fünf durch den Aufführungsmodus bestimmte Spielformen: Einkehrspiele, Rathausspiele, Umzugsspiele, Wagenspiele, Marktspiele.