Diese Website verwendet Cookies und ähnliche Technologien. Dabei handelt es sich um kleine Textdateien, die auf eurem Computer gespeichert und ausgelesen werden. Indem ihr auf "Alles akzeptieren" klickt, stimmt ihr der Verarbeitung von Daten, der Erstellung und Verarbeitung von individuellen Nutzungsprofilen über Websites und über Partner und Geräte hinweg sowie der Übermittlung eurer Daten an Drittanbieter zu, die eure Daten teilweise in Ländern außerhalb der Europäischen Union verarbeiten (GDPR Art. 49). Einzelheiten hierzu findet ihr in den Datenschutzhinweisen. Die Daten werden für Analysen und für eigene Zwecke Dritter verwendet. Weitere Informationen, auch über die Datenverarbeitung durch Drittanbieter und die Möglichkeit des Widerrufs, findet ihr in den Einstellungen und in unseren Datenschutzhinweisen. Hier könnt ihr mit den notwendigen Tools fortfahren.
- Verlag: De Gruyter
- Autor: Georg Neugebauer
- Artikel-Nr.: KNV89149937
- ISBN: 9783110705560
Max Weber hat um 1900 das Verhältnis von Religion und Wirtschaft auf eine klassische Weise zur Sprache gebracht und religiöse Wurzeln des modernen Kapitalismus identifiziert. Das erfolgte in einer historisierenden Perspektive. Die durch Weber angestoßene Fragestellung wird im ersten Teil des Buches analysiert, wobei sie sowohl ausgeweitet und neu justiert als auch selbst nochmals kritisch eingeordnet wird.
Unter den Bedingungen der Moderne ist eine religiöse Begründung wirtschaftlichen Handelns dann freilich enorm unter Druck geraten. Ist es überhaupt noch möglich, von einem Einfluss religiöser Ideen auf wirtschaftliche Prozesse zu sprechen? Oder verbirgt sich dahinter die Sehnsucht nach einer kulturellen Prägekraft des Christentums? Und hat Weber diese Sehnsucht sogar befeuert? Oder ist es nicht vielmehr so, dass die Wirtschaft auf die Religion Einfluss hat?
Diese Fragen anzugehen, bedarf der Fokussierung auch der Eigengesetzlichkeiten und -dynamiken beider Teilsysteme der soziokulturellen Wirklichkeit. Erst von dort her können Möglichkeiten und Grenzen bestimmt werden, wie sie miteinander in Beziehung gesetzt werden können. Dies in exemplarischen Studien zu untersuchen, ist das Ziel des zweiten, systematischen Teils.