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- Verlag: Springer, Berlin
- Autor: Dagmar Kiesel
- Artikel-Nr.: KNV97304584
- ISBN: 9783662693834
Altruismus scheint im Alltagsverständnis seinen uneingeschränkt positiven Ruf als ebenso wünschenswerte wie seltene Tugend verloren zu haben und durch ein Ethos des Eigennutzens ersetzt worden zu sein. Angesichts globaler Krisen wie dem Klimawandel, großer Flüchtlingsbewegungen, Kriege und Armut ist die Bereitschaft zur Verhaltensänderung bzw. zum Verzicht zugunsten kommender Generationen oder hilfsbedürftiger Menschen weniger selbstverständlich als das Phänomen der psychologischen Reaktanz und die Weigerung, Einschränkungen der persönlichen Freiheit oder des Konsums hinzunehmen. Zeitgenössische Ethikerinnen und Ethiker müssen sich demnach mit der Frage nach der Motivation für ein Handeln auseinandersetzen, das in erster Linie nicht dem eigenen Wohl, sondern dem Wohl anderer dient. In diesem Sinne beleuchtet der vorliegende Band das Thema Altruismus in seinen verschiedenen, wechselseitig aufeinander verweisenden Facetten: Wie ist das Wesen altruistischen Handelns zu bestimmen? Liegt Altruismus in der Natur des Menschen? Lässt sich Altruismus widerspruchsfrei in verschiedene Ethiktypen einordnen? Wie verstehen verschiedene philosophische Traditionen und Religionen den Altruismus? In welchem Verhältnis steht der Altruismus zum guten Leben? Und: Wie ist altruistisches Handeln motiviert? Da diese Fragen in verschiedenen Fachwissenschaften und mit unterschiedlichen Perspektivierungen gestellt werden, ist dieser Sammelband interdisziplinär konzipiert: Philosophie und Religionswissenschaft kommen ebenso zu Wort wie Verhaltensökonomie und Evolutionsbiologie. Auch anthropologische, soziologische und psychologische Zusammenhänge werden beleuchtet. Dementsprechend richten sich die hier versammelten Aufsätze an ein sehr breit gefächertes akademisches Publikum, aber auch an eine interessierte öffentliche Leserschaft außerhalb des universitären Kontexts. Mit Blick auf diese Zielgruppen führen die einzelnen Beiträge in das jeweilige Thema ein und präsentieren gleichzeitig eine eigene Forschungsposition der Autorin bzw. des Autors.