Diese Website verwendet Cookies und ähnliche Technologien. Dabei handelt es sich um kleine Textdateien, die auf eurem Computer gespeichert und ausgelesen werden. Indem ihr auf "Alles akzeptieren" klickt, stimmt ihr der Verarbeitung von Daten, der Erstellung und Verarbeitung von individuellen Nutzungsprofilen über Websites und über Partner und Geräte hinweg sowie der Übermittlung eurer Daten an Drittanbieter zu, die eure Daten teilweise in Ländern außerhalb der Europäischen Union verarbeiten (GDPR Art. 49). Einzelheiten hierzu findet ihr in den Datenschutzhinweisen. Die Daten werden für Analysen und für eigene Zwecke Dritter verwendet. Weitere Informationen, auch über die Datenverarbeitung durch Drittanbieter und die Möglichkeit des Widerrufs, findet ihr in den Einstellungen und in unseren Datenschutzhinweisen. Hier könnt ihr mit den notwendigen Tools fortfahren.
- Verlag: De Gruyter
- Autor: Niklas Schmich
- Artikel-Nr.: KNV97524113
- ISBN: 9783111570426
Seit der Nachkriegskrise der 1940er Jahre wird in Lateinamerika eine nur wenig beachtete kulturtheoretische Debatte über die Bedingungen von Ideentransfers geführt. Ausgehend von dieser bis heute andauernden Traditionslinie erhebt die Studie die Verknüpfung von Krise und Transfer zu einer zentralen Denkfigur und einem Modell kultureller Selbstbeschreibung in den Amerikas.
Am Beispiel der in Buenos Aires von argentinischen und exilierten spanischen Intellektuellen herausgegebenen Ideenzeitschrift Realidad. Revista de Ideas (1947-1949) zeigt die Studie, wie im Zuge der kritischen Rezeption namhafter Intellektueller aus dem Globalen Norden (Martin Heidegger, Jean-Paul Sartre, Arnold Toynbee etc.) transversal und disziplinübergreifend ein moderner Krisenbegriff geschärft wird und dabei gleichzeitig kulturelle Grenzregime an der Schnittstelle von Lokalität und Globalität, Peripherie und Zentrum, sowie Identität und Alterität neu verhandelt werden.
Der Band versteht sich nicht nur als die erste systematische Analyse dieses bedeutenden kulturhistorischen Dokuments der Moderne, sondern auch als Miniaturansicht der medialen und materiellen Bedingungen einer global ausgerichteten Ideenhistoriographie für eine krisengeschüttelte Welt.