Diese Website verwendet Cookies und ähnliche Technologien. Dabei handelt es sich um kleine Textdateien, die auf eurem Computer gespeichert und ausgelesen werden. Indem ihr auf "Alles akzeptieren" klickt, stimmt ihr der Verarbeitung von Daten, der Erstellung und Verarbeitung von individuellen Nutzungsprofilen über Websites und über Partner und Geräte hinweg sowie der Übermittlung eurer Daten an Drittanbieter zu, die eure Daten teilweise in Ländern außerhalb der Europäischen Union verarbeiten (GDPR Art. 49). Einzelheiten hierzu findet ihr in den Datenschutzhinweisen. Die Daten werden für Analysen und für eigene Zwecke Dritter verwendet. Weitere Informationen, auch über die Datenverarbeitung durch Drittanbieter und die Möglichkeit des Widerrufs, findet ihr in den Einstellungen und in unseren Datenschutzhinweisen. Hier könnt ihr mit den notwendigen Tools fortfahren.
- Verlag: Lehmanns Media
- Autor: Jens Bussweiler
- Artikel-Nr.: KNV48478921
- ISBN: 9783865417022
Ähnlich wie in anderen Zweikampfsportarten wurde in der Vergangenheit meist aufgrund von einmalig bestimmten Blutlaktatwerten nach sportartspezifischen Belastungen darauf geschlossen, dass der Energiebedarf maßgeblich durch die (anaerobe) Glykolyse abgedeckt wird. Sowohl Trainingsvorgaben im Freizeitsport als auch Rahmentrainingspläne im Spitzensport orientierten sich an entsprechenden Annahmen.
Im Zuge dieser leistungsdiagnostischen Untersuchung wird mittels umfang reicher Atemgas- und Blutlaktatanalysen und mit Hilfe eines Mehrkomponenten-Modells das (anteilige) energetische Profil einer grundlegenden Shotokan-Karate-Kata von etwa 30 s Dauer (Heian Nidan) bei einmaliger und zweimaliger Absol vierung sowie das Profil einer Kata von mehr als 90 s Dauer (Unsu) untersucht, berechnet und dargestellt.
Die Ergebnisse zeigen, dass vor allem energiereiche Phosphate eine Schlüsselrolle als Energieversorger einnehmen. Mit zunehmender Belastungsdauer und steigender Anzahl an Bewegungen wird der Bedarf dann vermehrt über den aeroben Energiestoffwechsel reguliert. Entgegen bisheriger Annahmen scheint diese Regulation auch schon bei kurzen Belastungsdauern von 30-60 s eine entschei dende Rolle zu spielen.
Die Studie trägt somit dazu bei, die wenigen Erkenntnisse zu Energiestoffwechselmechanismen in der Sportart Karate deutlich zu erweitern und ermöglicht zumindest in Teilen einen Erkenntnis-Transfer auf andere Sportarten und Sportartengruppen.