Diese Website verwendet Cookies und ähnliche Technologien. Dabei handelt es sich um kleine Textdateien, die auf eurem Computer gespeichert und ausgelesen werden. Indem ihr auf "Alles akzeptieren" klickt, stimmt ihr der Verarbeitung von Daten, der Erstellung und Verarbeitung von individuellen Nutzungsprofilen über Websites und über Partner und Geräte hinweg sowie der Übermittlung eurer Daten an Drittanbieter zu, die eure Daten teilweise in Ländern außerhalb der Europäischen Union verarbeiten (GDPR Art. 49). Einzelheiten hierzu findet ihr in den Datenschutzhinweisen. Die Daten werden für Analysen und für eigene Zwecke Dritter verwendet. Weitere Informationen, auch über die Datenverarbeitung durch Drittanbieter und die Möglichkeit des Widerrufs, findet ihr in den Einstellungen und in unseren Datenschutzhinweisen. Hier könnt ihr mit den notwendigen Tools fortfahren.
- Verlag: De Gruyter
- Autor: Kerstin Roth
- Artikel-Nr.: KNV97879629
- ISBN: 9783111592022
Als eine besondere Herausforderung für die sprachhistorische Forschung gilt es, Sprachgebrauch in früheren Jahrhunderten, so auch im 18., ausfindig zu machen und damit Zugang zu Menschen, Diskursen und Kontexten der jeweiligen Zeit zu ermöglichen. Die Textsorte der Herrnhuter Lebensbeschreibung bietet eine außergewöhnliche Möglichkeit diesem Desiderat nachzukommen.
Bei Lebensbeschreibungen aus der Herrnhuter Brüdergemeine handelt es sich um privat verfasste Texte, die im Rahmen des Begräbnisrituals der Gemeinde öffentlich vorgetragen werden. Ziel ist es, den eigenen religiösen Lebensweg zu versprachlichen. Hierbei zeigen sich textsortentypische Muster im Sprachgebrauch (Lexik und Phrasen), die insbesondere die Verortung der Gläubigen in ihrer Gemeinschaft sprachlich repräsentieren.
Der aus zwei Teilen bestehende Band umfasst zunächst einen Analyseteil, der textlinguistische, lexikalische und semantische Zugänge miteinander vereint, des Weiteren wird durch die im zweiten Teil vorgelegte kritische Edition handschriftlicher Texte Archivmaterial zugänglich gemacht, das so bisher nicht für wissenschaftliche Zwecke zur Verfügung stand.