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- Verlag: HarperCollins Hamburg
- Autor: Roland van der Vorst
- Artikel-Nr.: KNV97918844
- ISBN: 9783365009277
Das Ende verschwindet. Was beginnt stattdessen?
Seit Jahrhunderten beschäftigt sich der Mensch mit der Endlichkeit seiner Existenz, doch wie gehen wir eigentlich mit der Idee der Endlosigkeit um, die sich in unseren Alltag schleicht?
Die Digitalisierung verändert nicht nur, wie wir arbeiten, kommunizieren oder konsumieren - sie verändert auch, wie wir denken: Sie entfernt das Konzept eines Endes. Alles ist verfügbar, jederzeit, überall.
Eindrücklich zeigt Roland van der Vorst, wie sich unsere Wahrnehmung von Zeit und Raum in den letzten zwanzig Jahren verschoben hat - und wie wir lernen, den digitalen Bann zu durchbrechen.
»Die Hartnäckigkeit der Maschine ist fast zur Selbstverständlichkeit geworden. Niemand wundert sich mehr, dass er oder sie endlos in die digitale Welt hineingezogen wird. Als Nutzer stehe ich nicht mehr am Ende einer Linie, sondern bin Teil einer Schleife. Habe ich in einem Hotel übernachtet und gefrühstückt, ist es damit nicht getan. Ich werde gebeten, eine Bewertung abzugeben und damit Teil des Marketingsystems. Zwei Monate nachdem ich das Hotel in Frankreich nach einem Zwischenstopp verlassen habe, bekomme ich weiterhin Angebote. Würde mich der Hotelmanager jede Woche anrufen, hätte ich seine Nummer blockiert.
Selbst nach meinem Tod kann ich digital weiterleben. Facebook hat mindestens dreißig Millionen Konten verstorbener Mitglieder. Wenn das so weitergeht, wird die Plattform 2069 mehr tote als lebendige Nutzer haben. All diese Verstorbenen erhalten weiterhin Posts und Updates.«