Diese Website verwendet Cookies und ähnliche Technologien. Dabei handelt es sich um kleine Textdateien, die auf eurem Computer gespeichert und ausgelesen werden. Indem ihr auf "Alles akzeptieren" klickt, stimmt ihr der Verarbeitung von Daten, der Erstellung und Verarbeitung von individuellen Nutzungsprofilen über Websites und über Partner und Geräte hinweg sowie der Übermittlung eurer Daten an Drittanbieter zu, die eure Daten teilweise in Ländern außerhalb der Europäischen Union verarbeiten (GDPR Art. 49). Einzelheiten hierzu findet ihr in den Datenschutzhinweisen. Die Daten werden für Analysen und für eigene Zwecke Dritter verwendet. Weitere Informationen, auch über die Datenverarbeitung durch Drittanbieter und die Möglichkeit des Widerrufs, findet ihr in den Einstellungen und in unseren Datenschutzhinweisen. Hier könnt ihr mit den notwendigen Tools fortfahren.
- Verlag: Herder, Freiburg
- Autor: Markus Knapp
- Artikel-Nr.: KNV98610974
- ISBN: 9783451025631
Die modernen Säkularisierungsprozesse lassen den Glauben für immer mehr Menschen irrelevant werden und haben so einen fortschreitenden Transzendenzverlust zur Folge. Markus Knapp entwickelt die provokante These, dass die entscheidende Ursache dafür in der Geschichte des Christentums selbst liegt. In ihr verschmolz die religiöse Botschaft des Christentums mit dem politischen Streben nach imperialer Machtentfaltung. So wurde aus der jesuanischen Botschaft vom Anbruch der Gottesherrschaft ein Disziplinierungsinstrument, das die verderblichen Einflüsse der Welt zurückdrängt und bekämpft.
Am Leitbegriff des Himmels als Chiffre für die Transzendenz Gottes zeichnet das Buch diese Entwicklung nach bis hin zum Verlust eines Transzendenzbezugs und der Verbreitung eines naturalistischen Weltbildes. Die Frage, ob das Christentum nach dem Ende seiner politisch-gesellschaftlichen Instrumentalisierung noch das Potential bereit hält, in säkularen Lebenszusammenhängen die Perspektive auf eine transzendente Wirklichkeit neu zu eröffnen, stellt dann unweigerlich vor die Herausforderung, den weltanschaulichen Naturalismus zu entkräften.