Diese Website verwendet Cookies und ähnliche Technologien. Dabei handelt es sich um kleine Textdateien, die auf eurem Computer gespeichert und ausgelesen werden. Indem ihr auf "Alles akzeptieren" klickt, stimmt ihr der Verarbeitung von Daten, der Erstellung und Verarbeitung von individuellen Nutzungsprofilen über Websites und über Partner und Geräte hinweg sowie der Übermittlung eurer Daten an Drittanbieter zu, die eure Daten teilweise in Ländern außerhalb der Europäischen Union verarbeiten (GDPR Art. 49). Einzelheiten hierzu findet ihr in den Datenschutzhinweisen. Die Daten werden für Analysen und für eigene Zwecke Dritter verwendet. Weitere Informationen, auch über die Datenverarbeitung durch Drittanbieter und die Möglichkeit des Widerrufs, findet ihr in den Einstellungen und in unseren Datenschutzhinweisen. Hier könnt ihr mit den notwendigen Tools fortfahren.
- Verlag: Carl Ueberreuter Verlag
- Autor: Katrin Unterreiner
- Artikel-Nr.: KNV98979049
- ISBN: 9783800081080
Der Wiener Kongress von einer ganz neuen Seite: prägende Persönlichkeiten, Glamour und rauschende Feste - aber auch Spitzel und Intrigen.
Im Fokus steht der bislang oftmals "übersehene" wichtige Einfluss von Frauen quer durch alle Gesellschaftsschichten von Kaiserinnen über adelige "Salonièren" bis hin zu Dienstmädchen und Kurtisanen.
Nach der Niederlage Napoleons trafen sich auf Einladung Kaiser Franz' II. / I. im Herbst 1814 die gekrönten Häupter Europas in Wien, um auf dem "Wiener Kongress" Europa unter sich neu aufzuteilen.
Neben dem österreichischen Außenminister Clemens Fürst Metternich und Zar Alexander von Russland spielten erstmals aber auch zahlreiche Frauen von Herzogin Wilhelmine von Sagan über die Habsburgerin und Kaiserin der Franzosen Marie Louise bis hin zu Salonièren wie Fanny von Arnstein eine entscheidende Rolle.
Historikerin Katrin Unterreiner legt ein ebenso fundiertes wie erzählerisch packendes Werk vor, das den Wiener Kongress (1814/15) aus einer neuen Perspektive beleuchtet und erstmals jene Faktoren ins Zentrum rückt, die Geschichte jenseits offizieller Verhandlungen prägen.
Im Fokus stehen dabei nicht nur die großen politischen Entscheidungen, sondern vor allem die informellen Ebenen der Macht: persönliche Beziehungen, strategische Netzwerke, gesellschaftliche Inszenierungen und emotionale Dynamiken, die den Verlauf des Kongresses maßgeblich beeinflussten.
Die Autorin zeichnet ein lebendiges Bild einer einzigartigen historischen Situation, in der sich ganz Europa in Wien versammelte, um nach den Napoleonischen Kriegen die politische Ordnung neu zu gestalten. Dabei wird deutlich: Der Wiener Kongress war weit mehr als ein diplomatisches Treffen. Er war ein gesellschaftliches Großereignis, ein Machtspiel und eine Bühne für Persönlichkeiten, deren Einfluss lange unterschätzt wurde.
Besonderes Augenmerk legt Katrin Unterreiner auf die Rolle der Frauen. Sie räumt dabei entschieden mit einem hartnäckigen Klischee auf. Der Wiener Kongress war eben nicht nur von Kurtisanen und "Gspusis" im Dunstkreis der Mächtigen geprägt, wie es lange dargestellt wurde. Vielmehr zeigt das Buch eindrucksvoll, dass Frauen als eigenständige politische Kräfte agierten: Sie vernetzten Akteure, steuerten Informationen, beeinflussten Entscheidungen und wirkten als unverzichtbare Beraterinnen der führenden Diplomaten. Unterreiner macht sichtbar, was die Geschichtsschreibung oft übergangen hat: Macht am Wiener Kongress war auch weiblich!
Mit erzählerischer Klarheit und einem feinen Gespür für historische Zusammenhänge gelingt es der Autorin, Geschichte greifbar zu machen und neue Blickwinkel auf ein oft rein politisch betrachtetes Ereignis zu eröffnen.