Diese Website verwendet Cookies und ähnliche Technologien. Dabei handelt es sich um kleine Textdateien, die auf eurem Computer gespeichert und ausgelesen werden. Indem ihr auf "Alles akzeptieren" klickt, stimmt ihr der Verarbeitung von Daten, der Erstellung und Verarbeitung von individuellen Nutzungsprofilen über Websites und über Partner und Geräte hinweg sowie der Übermittlung eurer Daten an Drittanbieter zu, die eure Daten teilweise in Ländern außerhalb der Europäischen Union verarbeiten (GDPR Art. 49). Einzelheiten hierzu findet ihr in den Datenschutzhinweisen. Die Daten werden für Analysen und für eigene Zwecke Dritter verwendet. Weitere Informationen, auch über die Datenverarbeitung durch Drittanbieter und die Möglichkeit des Widerrufs, findet ihr in den Einstellungen und in unseren Datenschutzhinweisen. Hier könnt ihr mit den notwendigen Tools fortfahren.
- Verlag: Beck
- Autor: Kristina Milz
- Artikel-Nr.: KNV10561721
- ISBN: 9783406850653
Es ist eine Momentaufnahme: Im Mai 1937 versammelt sich die dritte Klasse der Jüdischen Volksschule in der Herzog-Rudolf-Straße in München zu einem Klassenfoto. Ausgehend von dieser Aufnahme entwirft das Buch eine vielstimmige Kollektivbiografie all der Kinder, die darauf zu sehen sind. Mithilfe von Tagebüchern, Erinnerungen und Interviews macht es sichtbar, wie vielfältig jüdische Lebenswelten in Deutschland vor dem Nationalsozialismus waren und wie radikal sie zerstört wurden. Aus einem einzigen Foto entfaltet sich so das Panorama einer Generation zwischen kindlicher Unschuld, brutaler Verfolgung, Flucht und vorsichtigem Neubeginn - immer verbunden mit der Frage: Welche Lehre ziehen wir aus der Geschichte?
Sie heißen Hugo, Bertel, Sigi und Mella: Das Buch folgt den Spuren der Schülerinnen und Schüler auf dem Foto und nähert sich ihrer Geschichte aus der Perspektive einzelner Kinder. Es erzählt von wachsender Diskriminierung und einer Jugend im Ausnahmezustand, vom "Kindertransport" nach England, der Emigration in die USA, die Türkei oder nach Argentinien ebenso wie von der Deportation «in den Osten», von den Ghettos und Lagern und vom Leben im Versteck. Elf der Kinder erleben das Ende des Krieges nicht. Andere beginnen fern der alten Heimat ein neues Leben. Manche von ihnen machen sich später auf die Suche nach ihren ehemaligen Schulfreunden und tragen diese eine Frage ein Leben lang mit sich: "Meine Klasse. Wer hat überlebt?"