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- Verlag: WBG Academic
- Autor: Stefan Rinke
- Artikel-Nr.: KNV10634905
- ISBN: 9783534612109
Wer Trumps Außenpolitik verstehen will, muss bei Monroe anfangen. Dieses Buch zeigt, warum die Konflikte zwischen den USA und Lateinamerika keine Randnotiz der Weltpolitik sind, sondern ein Schlüssel zum Verständnis unserer Gegenwart.
Seit der Monroe-Doktrin von 1823 beanspruchen die Vereinigten Staaten eine Sonderrolle in der westlichen Hemisphäre. Was einst als Schutz vor europäischer Einmischung begann, wurde zum Machtinstrument: militärische Interventionen, Kanonenbootpolitik, verdeckte Operationen, Wirtschaftsdruck, Sanktionen, Drogenkrieg, Migrationspolitik - und heute neue geopolitische Rivalitäten mit China. Von Mexiko, Kuba und Panama über Guatemala, Nicaragua und Venezuela bis zur Trump-Ära erzählt Stefan Rinke die Geschichte einer Beziehung, die von Nähe und Abhängigkeit, Bewunderung und Widerstand, Kooperation und Dominanz geprägt ist.
Der renommierte Lateinamerika-Historiker legt eine kurze, packende und hochaktuelle Geschichte der US-Interventionen in Lateinamerika vor. Er zeigt, wie sich die Begründungen wandelten - von "Ordnung" und "Zivilisation" über Antikommunismus bis zu Demokratie, Menschenrechten, Terrorabwehr und Grenzsicherung. Der Grundanspruch aber blieb erstaunlich stabil: Washington definiert, was in seinem "Hinterhof" als Gefahr gilt.
Dieses Buch erklärt:
- wie die Monroe-Doktrin bis heute nachwirkt
- warum Lateinamerika nicht nur Opfer, sondern immer auch Akteur war
- wie Interventionen militärisch, wirtschaftlich, diplomatisch und kulturell funktionieren
- weshalb Trump alte Muster nicht bricht, sondern zuspitzt
- warum US-Politik in Lateinamerika unsere Gegenwart unmittelbar betrifft
Ein unverzichtbares Sachbuch für alle, die Machtmechanismen internationaler Politik besser durchschauen wollen. Rinkes klare Analyse macht sichtbar, wie historische Eingriffe bis heute Misstrauen, Widerstand und neue Konflikte prägen und liefert damit Orientierung in einer Welt, in der Amerikas "Hinterhof" wieder zum Brennpunkt globaler Machtpolitik wird.