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- Verlag: Herder, Freiburg
- Autor: Ignaz Lozo
- Artikel-Nr.: KNV10634801
- ISBN: 9783451037849
Wer verstehen will, warum Russland die Ukraine überfiel und welche Rolle die NATO dabei tatsächlich spielte, findet in diesem Buch Orientierung fernab politischer Narrative.
Hat der Westen Michail Gorbatschow 1990 versprochen, die NATO werde sich nicht nach Osten erweitern? Wurde Russland getäuscht und in seinen Sicherheitsinteressen übergangen? Und war die NATO-Osterweiterung damit der entscheidende Auslöser für Wladimir Putins Angriffskrieg gegen die Ukraine?
Ignaz Lozo rekonstruiert die Entwicklung vom Ende des Kalten Krieges bis zur russischen Invasion 2022. Er hat mit den zentralen Entscheidungsträgern und Zeitzeugen persönlich gesprochen, darunter Michail Gorbatschow, James Baker, Hans-Dietrich Genscher, Eduard Schewardnadse und Leonid Krawtschuk. Ergänzt um Akten aus dem Archiv des Auswärtigen Amtes, Verträge und russische Originalquellen entsteht ein präzises Bild der Beziehungen zwischen Russland, der Ukraine und der NATO.
Das Buch zeigt:
- worüber 1990 tatsächlich verhandelt wurde und worüber nicht,
- wie eng Russland und die NATO zeitweise zusammenarbeiteten,
- warum Putin früh neo-imperiale Ansprüche erkennen ließ,
- welche wahren Motive zum Angriff auf die Ukraine führten.
Eine kenntnisreiche, streitbare Analyse, die die Vorgeschichte des Krieges einordnet, Argumente prüft und eine belastbare Grundlage schafft, um sich eine fundierte Meinung zu bilden.
"Lozo führt überzeugend aus, dass Putin aus Angst um seinen Machterhalt einen neo-imperialistischen Krieg vom Zaun gebrochen hat, um das Übergreifen demokratischer Bestrebungen auf Russland zu verhindern."
Ernst-Jörg von Studnitz, deutscher Botschafter in Moskau 1995-2002
"Eine glänzend recherchierte Analyse der komplexen Beziehungsgeschichte von post-sowjetischem Russland und dem Westen seit 1991."
Kirsten Bönker, Universität Hamburg
"Nach diesem Buch kann es eigentlich niemanden mehr geben, der das Märchen nacherzählt, Russland habe wegen der NATO-Osterweiterung die Ukraine überfallen."
Gerhard Simon, Universität zu Köln