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- Verlag: transcript
- Autor: Jürgen Riethmüller
- Artikel-Nr.: KNV10723846
- ISBN: 9783837682243
Gibt es fotografische Fiktionen? Dadurch, dass isolierte Einzelfotografie immer von einem lack of context geprägt ist, stellt sie die prekärste Variante ästhetischer Fiktionalität dar. Im digitalen Zeitalter tritt diese Fiktionalität fast durchgängig nur als poor fiction auf - Fotografien sind nicht-narrative Medienartefakte, die weder Fiktionssignale noch fiktionale Genres oder einen Erzähler kennen und bei denen die Neuzentrierung weitaus spontaner erfolgt als bei fiktionalen Gemälden. Jürgen Riethmüller stellt zentrale Varianten fotografischer Fiktion dar und zeigt, warum es »die« fiktionale Fotografie nicht gibt. Dabei blickt er auch auf die post-digitalen Verschiebungen des Bildlichen, die sich hier besonders auswirken.