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- Verlag: Carl-Auer
- Autor: Berit Hiddeßen
- Artikel-Nr.: KNV10758659
- ISBN: 9783849706463
Grenzverletzungen im Jugendalter lösen oft widersprüchliche Reaktionen bei den Betroffenen aus: Rückzug und Sehnsucht nach Normalität, Verunsicherung, Schuldgefühle und der Wunsch nach Unterstützung bestehen nebeneinander. Gerade für die Pubertät, wenn Identität und Selbstbild ohnehin in Bewegung sind, fehlte es oft an Zugängen, die diese innere Dynamik ernst nehmen, ohne zu vereinfachen oder zu bewerten.
Mit dieser Geschichte ändert sich das: Maya ist 13 - neugierig, kreativ und am liebsten mit dem Skateboard unterwegs. Bis ein Übergriff durch einen Jungen aus ihrer Clique etwas in ihr verändert. Maya zieht sich zurück. Ein Teil in ihr wird laut und stellt alles infrage. Seiten von ihr, die sich lebendig anfühlten, sind wiederum kaum noch zu spüren. Selbst Zola, ihre beste Freundin, erreicht sie nicht mehr richtig. Und Maya fühlt sich fremd in ihrem eigenen Leben. Durch die vorsichtige Annäherung an die Schulsozialarbeiterin und in kleinen Momenten mit Zola beginnt Maya schließlich, sich langsam wieder zu spüren.
Anders als viele Bücher, die sehr drastische Fälle wie Missbrauch oder Vergewaltigung in den Mittelpunkt stellen, zeigt die Geschichte eine Form der Grenzüberschreitung, die Jugendliche dieser Altersgruppe häufig erfahren: subtil, alltäglich und trotzdem oft mit nachhaltigem Einfluss.
Ein kurzer begleitender Text für Fachkräfte veranschaulicht, wie das Buch im therapeutischen oder pädagogischen Alltag eingesetzt werden kann. Atmosphärische Illustrationen spiegeln das emotionale Erleben der Hauptfigur behutsam und altersgemäß.
Die Autorin:
Berit Hiddeßen; Diplom-Sozialarbeiterin, systemische Therapeutin und Heilpraktikerin für Psychotherapie; langjährige Erfahrung aus psychosozialen Beratungsstellen, aus leitender Verantwortung innerhalb der Jugendhilfe, aus eigener therapeutischer Praxis sowie aus der Hochschullehre im Bereich systemischer Beratung; freiberuflich als Referentin tätig.