Diese Website verwendet Cookies und ähnliche Technologien. Dabei handelt es sich um kleine Textdateien, die auf eurem Computer gespeichert und ausgelesen werden. Indem ihr auf "Alles akzeptieren" klickt, stimmt ihr der Verarbeitung von Daten, der Erstellung und Verarbeitung von individuellen Nutzungsprofilen über Websites und über Partner und Geräte hinweg sowie der Übermittlung eurer Daten an Drittanbieter zu, die eure Daten teilweise in Ländern außerhalb der Europäischen Union verarbeiten (GDPR Art. 49). Einzelheiten hierzu findet ihr in den Datenschutzhinweisen. Die Daten werden für Analysen und für eigene Zwecke Dritter verwendet. Weitere Informationen, auch über die Datenverarbeitung durch Drittanbieter und die Möglichkeit des Widerrufs, findet ihr in den Einstellungen und in unseren Datenschutzhinweisen. Hier könnt ihr mit den notwendigen Tools fortfahren.
- Verlag: Reichert
- Autor: Katja Sporn
- Artikel-Nr.: KNV10766358
- ISBN: 9783752009507
Inhaltlich befasst sich ein wesentlicher Teil der Studien mit Siedlungsstrukturen und Aspekten des antiken Alltagslebens. So dokumentiert die Auswertung von Rettungsgrabungen in Makyneia (Ätolien) die diachrone Entwicklung und das Wassermanagement einer ländlichen Siedlung. Ergänzt wird dieser Siedlungsfokus durch eine funktionale Untersuchung fester Herdanlagen in kretischen Häusern der klassischen bis hellenistischen Epoche, die Aufschluss über alltägliche Haushaltsaktivitäten gibt. Eine Materialvorlage betrifft zudem die Keramikfunde von der Akropolis von Leukas aus den Altgrabungen Wilhelm Dörpfelds von 1901 in der Sammlung des DAI Athen.
Ein zweiter Schwerpunkt liegt auf der Rekonstruktion monumentaler Sakral- und Sepulkralräume. Für das Heraion von Samos wird anhand einer baulichen Neubewertung der Fundamente argumentiert, dass es sich beim sogenannten Südbau um das inschriftlich erwähnte Odeion des Heiligtums handelt. Im Athener Kerameikos hinterfragt eine bautechnische Analyse der Grabbezirke die gängige These, nach der bauliche Veränderungen im Jahr 338 v. Chr. pauschal auf Steinraub zurückzuführen seien; stattdessen wird ein gesteigertes Repräsentationsbedürfnis diskutiert. Ein bedeutender epigraphischer Neufund im selben Areal bezeugt zudem eine kaiserzeitliche Orakelstätte des Paian, die Einblicke in rituelle Brunnenkulte erlaubt. Schließlich wird ein Fundkomplex kaiserzeitlicher Frauenporträts aus Chios vorgelegt.
Alle publizierten Beiträge haben ein zweifaches anonymes Begutachtungsverfahren (peer review) durchlaufen. Die Bedeutung der vorliegenden Arbeit liegt in der methodischen Überprüfung und Differenzierung etablierter historischer und archäologischer Narrative. Durch die detaillierte Vorlage von Primärdaten - sei es zu Zerstörungshorizonten, lokalen Handelsnetzwerken oder Kulteinrichtungen - liefert der Band der archäologischen und altertumswissenschaftlichen Fachwelt eine verlässliche Materialbasis für vergleichende Studien.