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- Verlag: Klett-Cotta
- Autor: Ekkehard Knörer
- Artikel-Nr.: KNV11095073
- ISBN: 9783608977264
Im Aufmacher, auch des erneuten Schwerpunkts zu KI, geht Hannes Bajohr der Frage nach, welchen theoretischen Status man mit (Hilfe) von KI erstellten Texten sinnvollerweise zuschreiben kann - und wie sich die Lektüre durch das Wissen um postartifizielle Texte verändert. Recht direkt schließt daran der Essay von Johannes Franzen an, der an aktuellen Beispielen über die hermeneutische Paranoia schreibt, die der KI-Verdacht auslösen kann, wenn nicht muss. Der Historiker Roland Wenzlhuemer fragt, wie sich die von KI erbrachte "Zeitdividende" sinnvoll nutzen ließe. Und der Konzeptkünstler und Musiker Peter Michael Witt lässt sich gleich von dem Anthropic-LLM Claude erklären, warum die KI generell kollektiviert werden sollte.
In einem Essay, der vom jüngsten Buch des Publizisten Daniel Schreiber seinen Ausgang nimmt, denkt Tatjana Noemi Tömmel nicht zuletzt mit Hannah Arendt darüber nach, was die Liebe in politischen Zusammenhängen zu suchen haben könnte. Anchit Sathi berichtet von einer Begegnung in einem Zug in Brandenburg - und fokussiert dann theoretisch genau auf die Facetten des Unangenehmen daran. In ihrer Rechtskolumne beschreibt Marietta Auer, wie der Begriff des Eigentums auf einem deutschen Sonderweg fast unbemerkt vom öffentlichen Recht ins Privatrecht gerutscht ist. Die Juristin Sophie Schönberger setzt sich mit den arg unbeholfenen Versuchen mehrere Landtage auseinander, Kinder mit Hilfe von Pixi-Büchern die Demokratie nahezubringen. Der Historiker Dominik Rigoll wiederum plädiert für einen "Paradigmenwechsel" beim wehrhaften Einsatz für die Demokratie