Diese Website verwendet Cookies und ähnliche Technologien. Dabei handelt es sich um kleine Textdateien, die auf eurem Computer gespeichert und ausgelesen werden. Indem ihr auf "Alles akzeptieren" klickt, stimmt ihr der Verarbeitung von Daten, der Erstellung und Verarbeitung von individuellen Nutzungsprofilen über Websites und über Partner und Geräte hinweg sowie der Übermittlung eurer Daten an Drittanbieter zu, die eure Daten teilweise in Ländern außerhalb der Europäischen Union verarbeiten (GDPR Art. 49). Einzelheiten hierzu findet ihr in den Datenschutzhinweisen. Die Daten werden für Analysen und für eigene Zwecke Dritter verwendet. Weitere Informationen, auch über die Datenverarbeitung durch Drittanbieter und die Möglichkeit des Widerrufs, findet ihr in den Einstellungen und in unseren Datenschutzhinweisen. Hier könnt ihr mit den notwendigen Tools fortfahren.
- Verlag: Reichert
- Autor: Eberhard Glogau
- Artikel-Nr.: KNV51129400
- ISBN: 9783954900671
Dr. med. Gisela Bergenthal und Petra Hemmer-Torhorst stellen in ihrem Vortrag Angst und Angststörungen - psychiatrische und psychotherapeutische Behandlungsansätze häufige Angstphänomene von der gesunden, lebenswichtigen Angst bis zu Panik und schweren psychotischen Angstzuständen dar. Neurophysiologische Grundlagen der Angst, neue und bewährte psychiatrische und psychotherapeutische Behandlungsansätze werden aufgezeigt.
Dr.phil.Alfred Walter erörtert vor einem tiefenpsychologischen Hintergrund die Ängste des Therapeuten vor dem Patienten, die sich - oft unbewusst - als angstvolle Erwartungen an den Patienten und den Verlauf der Therapie zeigen und eine erfahrungsoffene therapeutische Begegnung einschränken. Unter dem Schwerpunkt der erfahrungsnahen Reflexion der innerpsychischen Angstregulation des Therapeuten regt dieser Vortrag zu einem professionellen Umgang damit an.
Prof. Dr. med. Thomas Stegemann: Nachtgespenster und Moorhexen im Gehirn - Anxiolyse und Musik. Dieser Vortrag beschäftigt sich mit den neurobiologischen und ntwicklungspsychologischen Grundlagen der Angst und mit den Möglichkeiten, die Musik und Musiktherapie bieten, Ängste zu reduzieren (Anxiolyse). Es wird dabei auch ein neurobiologisches Modell vorgestellt, das die stressreduzierende und entspannungsfördernde Wirkung von Musik erklärt. Dies wird an Praxisbeispielen mit Kindern und Jugendlichen konkretisiert.
Wichtige Aspekte der musiktherapeutischen Praxis beschreibt Barbara Dettmer in ihren Darlegungen zu Komplextraumatisierung und Hypersensibilität: Pole in der Angstbehandlung. Eingebettet in ein theoretisches Grundgerüst werden anhand von Behandlungsbeispielen sowohl die Bedeutsamkeit der Diagnosestellung, die Vielfalt der Bewältigungsstrategien als auch die Veränderungsmöglichkeiten durch Musiktherapie gezeigt.
Sabine Reimold fokussiert in ihrem Beitrag Angst in der Gruppen-Musiktherapie im klinischen Setting auf die Differenzierung und den therapeutischen Umgang mit den Herausforderungen und den damit verbundenen Ängsten, mit denen die Patienten im Verlauf des kreativen Prozesses konfrontiert werden: durch die Aufforderung zu improvisieren, durch die Dynamik des musikalischen Miteinander oder die Beschaffenheit und Klänge der Instrumente.
Maria Becker thematisiert in ihren Ausführungen Musiktherapeutische Behandlung psychosenaher Ängste - eine Gratwanderung die Behandlung von Menschen, die unter großen Ängsten leiden, ohne diese zum zentralen Behandlungsauftrag zu machen. Sie rücken erst im Laufe der Therapie in den Behandlungsfokus. Eine psychoanalytisch orientierten Musiktherapie bietet hier besondere Chancen und ist zugleich eine Gratwanderung, da die Therapie ständig von Abbrüchen, Einbrüchen etc. bedroht ist, was in der therapeutischer Haltung und im Setting Berücksichtigung finden muss.